Kreuzfahrten durch den Panamakanal führen Ihnen die Grossartigkeit dieses Bauwerks vor Augen, das 1880 von dem Franzosen Ferdinand de Lesseps begonnen, und von den Amerikanern fortgeführt und am 5. Aug. 1914 schliesslich eröffnet wurde. Der Panamakanal verläuft von Nordwesten nach Südosten, und der beste Weg, dieses Wunder der Ingenieurskunst kennenzulernen, ist, ihn von Deck eines Kreuzfahrtschiffes aus zu besichtigen. Wenn Sie von der Karibik zum Panamakanal kreuzen, wird ihr Schiff bei den Gatun-Schleusen in einer Folge von drei Schleusenstufen um 28 m auf die Höhe des Gatunsees angehoben, über den es nach Caillard Cut fährt, wo der Kanal die Kontinentalwasserscheide durchschneidet. Bei den Pedro-Miquel-Schleusen wird es um 10 m zum Mirafloresee und dann zu den restlichen beiden Stufen an den Miraflores-Schleusen auf Meereshöhe gesenkt, bevor es in den Pazifik fährt. Die Schiffe werden von zwei Schleppern durch die Schleusen gezogen.

Nach dem Scheitern erster Versuche begannen 1905 die Vermessungsarbeiten der endgültigen Strecke. Am 14. August 1914 kam es zur feierlichen Eröffnung des grössten und teuersten  Bauwerks aller Zeiten. Der Kraftakt kostete rund 28000 Menschen das Leben und ermöglicht seither Hundertausenden ein unvergessliches Schifffahrtserlebnis.

Das kleine Land in Mittelamerika ist ein äusserst vielseitiges Reiseziel. Es wird seit einigen Jahren von einer demokratisch gewählten Regierung geführt und hat rund 2.8 Millionen Einwohner. Wer Panama hört, der denkt automatisch an den Panamakanal. 1500 Inseln, 500 Flüsse, 15 Nationalparks, über 500 Jahre alte Baumriesen, 680 Sorten von Farnen, Puma und Jaguar in den Urwäldern, der noch völlig urwüchsig lebt, das  ist Panama!

Die 81.60 Kilometer lange Wasserverbindung hat das Land berühmt gemacht. Der von Menschenhand geschaffene Durchbruch zwischen den beiden grössten Ozeanen unseres Planeten, dem Atlantik und dem Pazifik, erspart Schiffen und ihren Passagieren den ca. 8000 Kilometer langen Umweg über Kap Hoorn an der Südspitze Amerikas.

 

9 Stunden dauert die Durchfahrt  von einer Welt in die andere.  Eine gigantische logistische und technische Leistung machte diesen Zeitraum möglich. Selbst Touristen die anreisen, um sich im wunderschön gelegenen Rainforest Resort zu begeben, kommen an der grössten Sehenswürdigkeit Panamas nicht vorbei.

Von fern Riesenschiffe zu sehen, die scheinbar durch den Dschungel gleiten und deren Aufbauten die Baumwipfel überragen, ist ein aufregendes Schauspiel. In Wirklichkeit werden sie von kleinen, aber leistungsstarken Zahnradlokomotiven- "Mulis" genannt- gezogen, sonst könnten sie nicht die Schleusen überwinden. Etwa 40 Schiffe   pro Tag werden auf diese Weise durch den Kanal transportiert. Die Reedereien zahlen dafür bis 60'000 US-Dollar Durchfahrtsgebühr.

 

Der Panamakanal ist eine der grössten technischen Meisterleistungen der Menschheit, die zwei Kontinente durchschneidet. Von dichten Regenwäldern und tropischen Oasen zur belebenden Brise eines Ozeans, dessen unendliche Weite sich Ihnen eröffnet.

Die beste Möglichkeit, das achte Weltwunder zu erleben, ist die Passage per Schiff. Das Erlebnis, von einem Ozean in den anderen in so kurzer Zeit zu gelangen, hat eine ganz eigene Faszination. Zudem kommt es dabei zu einer Naturinvasion, die grösstes Entzücken auslöst. Von der Reling aus (oder vom Balkon) kann man verfolgen, wie sich der Ozeandampfer ganz dicht an den Urwaldbäumen vorbei schiebt. Bunte und grosse Schmetterlinge flattern in der Luft. Krokodile dösen unter Mangroven, in den Bäumen hängen Faultiere kopfunter. Der Urwald lärmt, Brüllaffen kreischen in den Wipfeln, ihre Rufe sind laut und durchdringend. Vögel fliegen herum, die man noch nie gesehen hat- es gibt sie nur hier. Panama besitzt mehr unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten als Nordamerika und Europa zusammen. So nahe wie bei einer Schiffspassage kann man ihnen nirgendwo kommen.

Infos zum Panamakanal!

Kanalfahrrine:81.60 Kilometer lang, Mindestspiegelbreite 153 Meter, Mindestsohlenbreite 74.30 Meter, durchschnittliche Tiefe 12.80 Meter.

Sechs Doppelschleusen: 305 Meter lang, 33 Meter breit, 21.50 Meter tief.

Gesamtbaukosten: 387 Millionen US-Dollar, plus 40 Millionen US-Dollar für Land- und Kanalrechteerwerb.

Eingesetzte Arbeitskräfte: 75000/Arbeitskräfte 2004: 9000

Längstes Schiff: Tanker San Juan Prospector (jetzt Marcona Prospector) mit 299 Metern Länge und 32.20 Meter Breite.

Breitestes Schiff: USS New Jersey mit 33 Metern Breite und 278 Meter Länge.

Grösstes Passagierschiff: "Loveboat" Crown Princes, gleichzeitig höchste Gebühr mit 141345 US-Dollar.

Niedrigste Gebühr:  36 Cent von Richard Halliburton, der 1928 den Kanal durchschwamm.

Am schnellsten durchgeschleustes Schiff: USS Pegasus in 2 Stunden 41 Minuten.

2004 passierten 12518 Schiffe den Panamakanal.

Die Betreibergesellschaft des Kanals ist eine selbständige Agentur der Regierung Panamas. 2004 wurden eine Milliarde US-Dollar in die Modernisierung des Kanals investiert. Der Kanal soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Der Ausbau hat begonnen!

Der bisher grösste Ausbau des Panamakanals hat im Sept. 07 begonnen.  Der Panamakanal wird erweitert und für grosse Containerschiffe und Kreuzfahrtschiffe passierbar gemacht. Zum offiziellen Beginn der Bauarbeiten zündete Panamas Präsident Martin Torrijos eine Sprengladung. Im Beisein des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, zahlreicher latinamerikanischer Staatschefs sowie rund 40'000 Schaulustiger liess Torrijos mehr als 13 Tonnen Sprengstoff explodieren. Insgesamt sollen bei dem bis 2014 dauernden Ausbau der 80 Kilometer langen Wasserstrasse mehr als 130 Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden. Die Erweiterung der 1914 fertiggestellten Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik soll die Zahl der Schiffspassagen deutlich erhöhen und vor allem auch die Durchfahrt grösserer Containerschiffe sowie von Tankern und Kreuzfahrtschiffen ermöglichen. Der jährlich von rund 14'000 Schiffen befahrene Panama-Kanal gilt als eine der grossen Ingenieur-Meisterleistungen der Geschichte.