Kreuzfahrten rund ums Mittelmeer sind die Klassiker unter den Seereisen! Das grösste Binnenmeer der Erde lockt mit kontrastreichen Landschaften,weissen Sandstränden, einsamen Buchten, dem Dolce Vita pulsierender Hafenstädte, Tempeln und Ruinen aus antiken Zeiten.

Genua 26. Sept. 2009: Ankunft in Genua um 12.30 Uhr. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg zum Cruise-Terminal. Dank dem MSC Express Web Check-In, das wir vorher im Internet gemacht hatten, waren wir nach ca. fünf Minuten auf dem Schiff. Die Crew stand mit weissen Handschuhen am Eingang und begrüsste uns. Danach wurde uns das Handgepäck abgenommen und ein Steward begleitete uns auf die Kabine. Das Gepäck war noch nicht in der Kabine eingetroffen, deshalb beschlossen wir, das neue und grosse Schiff zu erkunden. Was wir da zu sehen bekamen, war wunderschön. Die Grösse und das Aussehen der MSC Splendida hat uns sehr beeindruckt. Um 18.00 Uhr legten wir ab, mit Kurs auf Marseille (222 Seemeilen).

Genua: La Superba, die Stolze, nennen die Italiener ihre ligurische Hafenstadt.

Marseille 27. Sept. 2009: Ankunft in Marseille um 7.00 Uhr. Marseille ist die zweitgrösste Stadt Frankreichs und die Hauptstadt der Region Provence. Entlang der Mittelmeerküste erstreckt sich Marseille für ca. 37 km. Im Durchschnitt gibt es bis zu 300 Sonnentage im Jahr und gemässigte Winter sowie tropische Sommer. Marseille ist heute ein reiches Kulturzentrum, mit zahlreichen Museen, Theatern, Opern sowie typisch französischer Gastronomie. Da wir diese Stadt von unseren Transatlantik-Kreuzfahrten kennen, blieben wir an Bord und machten eine Entdeckungstour auf dem  Schiff. Schliesslich gab es viel interessantes zu sehen! Um 18.00 Uhr legten wir ab, mit Kurs auf Barcelona (195 Seemeilen).

Der Kreuzfahrthafen der zweitgrössten Stadt Frankreichs liegt relativ weit ausserhalb. Mit Shuttlebussen ist man aber schnell im Zentrum. Die Altstadt ist wesentlich charmanter als ihr Ruf.

Barcelona 28. Sept. 2009: Gegen 6.00 Uhr erreichten wir den Hafen von Barcelona. Während die meisten Passagiere an teuren Ausflügen teilnahmen, machten wir auf dem fast leeren Schiff wieder eine Entdeckungstour.  Wow, was wir da zu sehen bekamen, war einfach ausgedrückt, wunderschön! Pünktlich um 14.00 Uhr hiess es Leinen los und wir machten uns auf den Weg nach Tunis (493 Seemeilen).

Barcelona: Viele Kreuzfahrten starten oder enden in der spanischen Weltstadt. Glück hat, wer mit dem Schiff direkt an einem der drei WTC-Terminals anlegt. Ein paar hundert Meter  weiter beginnt Barcelonas Prachtboulevard Las Ramblas. Liegt das Schiff weiter entfernt, kann man mit dem Shuttle-Bus (blauer Bus) fahren.

Tunis 29. Sept. 2009: Ankunft um 13.15 Uhr in Tunis. Die Hauptstadt Tunesiens, besteht aus drei Städten: der modernen Hauptstadt, der tunesischen Republik; dieser Stadtteil bezaubert durch breite Alleen, emporragenden Gebäuden und Strassenkaffees; der mittelalterlichen, arabischen Medina (Altstadt)- ein abenteuerliches Labyrinth mit engen, verwickelten Gassen, grossartigen Moscheen und imponierenden Palästen. Das anike Karthago, liegt ca. 18 km vom Zentrum der Hauptstadt entfernt und ist von wunderschönen Villen und Blumen umgeben. Gegen 19.30 Uhr verliessen wir Tunis und fuhren weiter nach La Valletta/Malta (249 Seemeilen).

La Valletta (Malta) 30. Sept. 2009: Ankunft am Kai Pinto um 7.30 Uhr. Am Hafen lag  die "kleine" MS Columbus. Malta besteht aus den Inseln Gozo,Comino und Cominotto. La Valletta ist heute eine der faszinierendsten Städte Europas und wird daher auch als Stadt der Paläste beschrieben. Ihre markante Lage auf einem natürlichen Felsrücken über dem historischen Grand Harbor, dem schönsten Naturhafen der Welt, bietet unvergleichliche historische und architektonische Eindrücke. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg in die schöne Altstadt. Empfehlenswert! Um 18.00 Uhr hiess es Leinen los mit Kurs auf Messina (160 Seemeilen).

Schon die Einfahrt in den Grand Harbour von Valetta ist ein Erlebnis. Gewaltige Kirchenkuppeln und helle Festungsmauern leuchten in der Sonne. Vom Schiff schlendert man  direkt durch schattige Strassenschluchten, vorbei am Sitz des Premierministers, zu den Aussichtspunkten und in die Altstadt.

Messina 1. Okt. 2009: Ankunft in Messina um 6.00 Uhr. Messina ist getrennt vom Festland durch eine 5 km breite Meereszunge und die natürliche Anlaufstelle für diejenigen, die auf die Halbinsel kommen. Die Ausflügler waren unterwegs nach  Taormina und Etna, oder auf einer Stadtrundfahrt. Wir machten unseren Ausflug auf dem Schiff, denn bereits um 14.00 Uhr hiess es Leinen los und wir machten uns auf dem Weg in Richtung Civitavecchia (309 Seemeilen).

Während unserer Fahrt durch den letzten Teil der Meeresenge, sahen wir von der Steuerbordseite das alte Dorf Scilla. Um 17.00 Uhr fuhren wir entlang der Insel Stromboli, die nördlichste Insel der Aeolischen Inseln. Sie erstreckt sich über 13 km und hat etwa 450 Einwohner.

Civitavecchia 2. Okt. 2009: Ankunft im Hafen um 7.00 Uhr. Civitavecchia ist eine Stadt in der Provinz von Rom an der Küste von Latium und liegt 70 km nordwestlich der Ewigen Stadt. Der Hafen ist ein wichtiges Passagier-Terminal für den Seeverkehr und durch die Autobanen des Meeres verbindet er Sardinien, Sizilien, Barcelona, Tunis, Toulon, Malta und Korsika. Die jährliche Zahl der Passagiere auf der Durchreise nimmt Dank der Kreuzfahrtschiffe stetig zu. Ein Shuttle bringt die Passagiere vom Cruise-Terminal zum Tor des Hafens. In dessen Nähe befindet sich auch ein Bahnhof. Für 9.00 Euro (Hin-/Rückreise) fährt man mit dem Zug in 45 Min. nach Rom. Oder man bucht an Bord des Schiffes einen teuren Ausflug?

Genua 3. Okt. 2009: Ankunft im Hafen von Genua um 7.00 Uhr. Die Koffer wurden bereits in der Nacht abgeholt. Um 8.00 Uhr mussten alle Passagiere die Kabinen verlassen haben. Um 8.30 Uhr begann die Ausschiffung. Mit dem Handgepäck gingen wir zum letzten Mal auf das Aqua Deck 14. Im Bora Bora Restaurant holten wir das Frühstück und auf dem Aussendeck machten wir es uns auf den bequemen Sesseln breit. Gegen 10.00 Uhr mussten alle Passagiere das Schiff verlassen. Jetzt hiess es warten! Unser Bus kam erst gegen 12.30 Uhr (mit neuen Passagieren) in Genua an. Um 13.00 Uhr konnten wir endlich die Rückreise in die Schweiz antreten, wo wir um 20.00 Uhr in Bern ankamen.

Fazit dieser Reise: Ein wunderschönes Schiff, aber durch die hohe Anzahl an Passagieren war auch der Lärmpegel entsprechend hoch. Der grösste Teil der Passagiere stammte aus Italien, Spanien und Russland. Wir vermissten die Seetage und die Bar am Heck/Bug. In Zukunft werden wir wieder mit kleineren Schiffen unterwegs sein. Wohlfühlfaktor garantiert!